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Ratgeber

Akkreditierung verstehen: FIBAA, Akkreditierungsrat, AQ Austria und AAQ erklärt

Akkreditierung ist das wichtigste Qualitätssignal im Studium, und zugleich das am meisten missverstandene. Sie ist kein Werbelabel, sondern eine unabhängige Prüfung nach festen Kriterien. Wer versteht, was ein Siegel prüft und was nicht, kann Angebote seriös einordnen.

Dieser Ratgeber erklärt die Arten der Akkreditierung und die zuständigen Stellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Aktualisiert am 03.07.2026 · Lesezeit rund 8 Minuten

Von Lars Ritter, Studienberater mit eigenem Hochschul-Netzwerk

Programm- oder Systemakkreditierung

Es gibt zwei Grundformen. Die Programmakkreditierung prüft einen einzelnen Studiengang: Inhalte, Aufbau, Prüfungswesen, Betreuung. Die Systemakkreditierung prüft dagegen das interne Qualitätssicherungssystem der ganzen Hochschule. Ist dieses akkreditiert, darf die Hochschule ihre Studiengänge selbst mit dem Siegel versehen.

Beide Formen sind gleichwertig. Eine systemakkreditierte Hochschule ist nicht besser oder schlechter, sie hat nur einen anderen, umfassenderen Prüfweg durchlaufen.

Die Stellen in Deutschland

In Deutschland steht der Akkreditierungsrat an der Spitze und trifft die formalen Entscheidungen. Die eigentlichen Verfahren führen zugelassene Agenturen durch, im wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich häufig die FIBAA, daneben ZEvA, ACQUIN, AHPGS und weitere. Das Siegel des Akkreditierungsrats ist das entscheidende Merkmal.

Österreich und die Schweiz

In Österreich ist die AQ Austria die zentrale Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung, besonders relevant für Privatuniversitäten und Fachhochschulen. In der Schweiz übernimmt die AAQ die Akkreditierung, auf Grundlage des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes. Die Bezeichnungen unterscheiden sich, die Funktion ist dieselbe: unabhängige Qualitätsprüfung.

Im Vergleich ist zu jeder Hochschule der Akkreditierungsstatus mit der zuständigen Stelle und Quelle hinterlegt.

Was ein Siegel nicht bedeutet

Ein Akkreditierungssiegel bestätigt Qualität und Struktur eines Studiengangs. Es ist aber keine Garantie für die Anerkennung im Ausland und kein Versprechen auf Karriereerfolg. Diese Fragen liegen bei anderen Stellen und hängen vom Einzelfall ab. Ein Siegel ist ein starkes Argument, aber kein Freifahrtschein.

Hinweis zur Information

Die Angaben auf dieser Seite sind allgemein gehalten und dienen der Orientierung. Sie ersetzen keine offizielle Anrechnungs- oder Anerkennungs-Entscheidung der jeweiligen Hochschule und sind kein Rechtsrat. Verbindlich entscheiden die Hochschulen sowie die zuständigen Stellen: die ZAB in Deutschland, das BMBWF in Österreich und das SBFI in der Schweiz. Prüfe deinen konkreten Fall vor der Einschreibung immer direkt bei der Hochschule.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist Systemakkreditierung schlechter als Programmakkreditierung?

Nein, beide sind gleichwertig. Bei der Systemakkreditierung ist das Qualitätssystem der ganzen Hochschule geprüft, sodass sie ihre Studiengänge selbst mit dem Siegel versehen darf.

Muss jeder Studiengang akkreditiert sein?

In Deutschland ist Akkreditierung für die meisten Studiengänge der Standard. Fehlt sie, solltest du nachfragen, warum, und ob eine Systemakkreditierung der Hochschule vorliegt.

Sichert eine Akkreditierung die Anerkennung im Ausland?

Nein. Akkreditierung prüft die Qualität im Inland. Die grenzüberschreitende Anerkennung entscheiden andere Stellen pro Fall. Beides sollte man nicht verwechseln.

Vom Wissen zur Entscheidung

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