Programm- oder Systemakkreditierung
Es gibt zwei Grundformen. Die Programmakkreditierung prüft einen einzelnen Studiengang: Inhalte, Aufbau, Prüfungswesen, Betreuung. Die Systemakkreditierung prüft dagegen das interne Qualitätssicherungssystem der ganzen Hochschule. Ist dieses akkreditiert, darf die Hochschule ihre Studiengänge selbst mit dem Siegel versehen.
Beide Formen sind gleichwertig. Eine systemakkreditierte Hochschule ist nicht besser oder schlechter, sie hat nur einen anderen, umfassenderen Prüfweg durchlaufen.
Die Stellen in Deutschland
In Deutschland steht der Akkreditierungsrat an der Spitze und trifft die formalen Entscheidungen. Die eigentlichen Verfahren führen zugelassene Agenturen durch, im wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich häufig die FIBAA, daneben ZEvA, ACQUIN, AHPGS und weitere. Das Siegel des Akkreditierungsrats ist das entscheidende Merkmal.
Österreich und die Schweiz
In Österreich ist die AQ Austria die zentrale Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung, besonders relevant für Privatuniversitäten und Fachhochschulen. In der Schweiz übernimmt die AAQ die Akkreditierung, auf Grundlage des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes. Die Bezeichnungen unterscheiden sich, die Funktion ist dieselbe: unabhängige Qualitätsprüfung.
Im Vergleich ist zu jeder Hochschule der Akkreditierungsstatus mit der zuständigen Stelle und Quelle hinterlegt.
Was ein Siegel nicht bedeutet
Ein Akkreditierungssiegel bestätigt Qualität und Struktur eines Studiengangs. Es ist aber keine Garantie für die Anerkennung im Ausland und kein Versprechen auf Karriereerfolg. Diese Fragen liegen bei anderen Stellen und hängen vom Einzelfall ab. Ein Siegel ist ein starkes Argument, aber kein Freifahrtschein.