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Ratgeber

Was kostet ein Fernstudium? Preismodelle, Spannen und versteckte Posten im Überblick

Die Preisspanne im Fernstudium ist gross, und das verwirrt zu Recht. Zwischen einer staatlichen Fernuniversität mit niedrigen Semesterbeiträgen und einer privaten Fernhochschule mit monatlicher Studiengebühr liegen leicht mehrere tausend Euro über die gesamte Studienzeit. Damit du Angebote wirklich vergleichen kannst, musst du die Preismodelle und die Zusatzkosten kennen.

Dieser Ratgeber erklärt, woraus sich der Preis zusammensetzt, und wie du das relative Preisniveau im Vergleich richtig liest.

Aktualisiert am 03.07.2026 · Lesezeit rund 7 Minuten

Von Lars Ritter, Studienberater mit eigenem Hochschul-Netzwerk

Die zwei grundlegenden Preismodelle

Staatliche Fernuniversitäten finanzieren sich überwiegend öffentlich und erheben meist nur moderate Semester- oder Kursbeiträge. Das Studium ist dadurch günstig, verlangt aber viel Eigenorganisation.

Private Fernhochschulen rechnen in der Regel über eine monatliche Studiengebühr mal Laufzeit ab. Dafür bekommst du engere Betreuung, flexible Startzeiten und oft ausgefeilte Lernplattformen. Der Gesamtpreis liegt spürbar höher, das Paket ist dafür umfassender.

Warum ein reiner Preisvergleich täuscht

Zwei Angebote mit gleicher Monatsgebühr können unterschiedlich teuer sein, weil Laufzeit, Prüfungsgebühren und Leistungen abweichen. Deshalb zeigt der Hochschulnavigator zusätzlich zur konkreten, datierten Preisangabe ein relatives Preisniveau von einem bis fünf Euro-Zeichen. Diese Skala ist relativ innerhalb des Vergleichs und bezieht das Gesamtpaket ein, nicht nur den Monatsbeitrag.

Wie die Skala genau entsteht, steht in der Methodik. Verbindlich ist immer die Preisangabe der Hochschule, die auf jeder Profilseite mit Quelle verlinkt ist.

Zusatzkosten, die oft übersehen werden

Die reine Studiengebühr ist selten der Endpreis. Kalkuliere diese Posten mit ein:

  • Prüfungs- und Anmeldegebühren, teils pro Modul.
  • Kosten für Präsenzphasen oder Klausurzentren, inklusive Anreise.
  • Verlängerungsgebühren, falls du über die Regelstudienzeit hinaus brauchst.
  • Literatur und Software, sofern nicht im Preis enthalten.

So senkst du die Gesamtkosten

Zwei Hebel wirken am stärksten. Erstens die Anrechnung von Vorleistungen: Wird Berufserfahrung oder eine frühere Ausbildung angerechnet, verkürzt sich die Studienzeit und damit die Summe der Monatsgebühren. Zweitens die Finanzierung: BAföG, Bildungskredite, Arbeitgeberbeteiligung und die steuerliche Absetzbarkeit können die reale Belastung deutlich senken. Der Ratgeber zur Finanzierung geht die Optionen durch.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist ein teureres Fernstudium automatisch besser?

Nein. Ein höherer Preis geht oft mit mehr Betreuung und Flexibilität einher, sagt aber nichts über die Passung zu deinem Ziel aus. Entscheidend sind Akkreditierung, Format und Anrechnung, nicht der Preis allein.

Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?

Ein Fernstudium ist häufig als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar, besonders als Zweitstudium oder Weiterbildung. Die Details klärst du mit deiner Steuerberatung, denn es kommt auf deinen Einzelfall an.

Was bedeutet das Preisniveau von eins bis fünf?

Es ist eine relative Skala innerhalb des Vergleichs, kein absoluter Preis. Fünf Euro-Zeichen bedeuten teuer im Verhältnis zu den anderen Anbietern, eins günstig. Die konkrete Zahl steht mit Quelle auf der Profilseite.

Vom Wissen zur Entscheidung

Stell die Fernhochschulen quellenbelegt nebeneinander und finde die, die zu dir passt.

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